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Once Upon a Time in Hollywood

Comedy / 2019 / 163m / FSK 16
Regie: Quentin Tarantino
Darsteller: Leonardo DiCaprio, Brad Pitt, Margot Robbie, Emile Hirsch, Margaret Qualley

Rick Dalton (Leonardo DiCaprio) ist ein Schauspieler in Hollywood und hat Angst, dass seine Karriere bald vorbei ist. Er spielt meistens nur noch Bösewichte in Piloten, um den Helden als total krassen Typen dastehen zu lassen. Cliff Booth (Brad Pitt) war eigentlich mal Ricks Stuntdouble ist jetzt aber eher so Mädchen für alles und Stunts sind sein Hobby.

 

Die Story wird episodenhaft erzählt, viel passiert eigentlich nicht, einzelne Szenen werden eher dadurch zusammen gehalten, dass dieselben Charaktere drin mitspielen als durch eine Geschichte. Die Entwicklung der Charaktere ist echt minimal, man erlebt einfach verschiedene Momente aus deren Leben.

 

Es hätte auch den ganzen Aufbau mit Charles Manson nicht gebraucht. Tatsächlich weiß man eigentlich auch nur, dass es um die Manson-Morde gehen soll, weil man das halt vorher mal gehört hat. Es wird wenig bis gar nichts dazu erklärt, wenn die Namen nicht wären, könnte das komplett Fiktional sein.

 

Margot Robbie als Sharon Tate ist zwar schön anzusehen, aber wirklich viel Bewandness oder Screentime hat ihre Rolle nicht. Wer sich auf eine Aufarbeitung der Tate-Morde a la Chernobyl nur halt von Tarantino gewünscht hat (hat das jemand? Wär schon cool oder) wird hier enttäuscht.

 

Trotzdem ist der Film echt unterhaltsam. DiCaprio, der hier eine Rolle spielt, in der er einen Schauspieler spielt, der eine Rolle spielt, hat’s einfach drauf. Brad Pitt ist auch super in seiner Rolle. Die wissen schon wie man ein Schauspieler ist.

 

Bei Pitts Figur fehlt mir aber noch ein bisschen Backstory. Natürlich macht das Mysterium den ein oder anderen Charakter erst interessant, aber hier fehlt mir einfach was, es wird so viel angeteast und nie erklärt. Generell fühlt sich der Film an wie eine Episode einer Serie, die ich gerne weiter gucken würde.

 

Tarantino weiß halt wie er seine Stars in Szene setzt und wie man interessante Szenen schreibt. Auch wenn Story-technisch nicht viel passiert bleibt es immer unterhaltend. Der Film versprüht so ein entspanntes Gefühl, auch wenn es die Tarantino typischen Gewaltspitzen gibt, und natürlich auch generell etwas Drama, ist es eigentlich ein Feel-Good-Movie. Natürlich gespickt mit Referenzen und „Cameos“ von echten Personen gespielt von (anderen) echten Schauspielern.

 

Trotz der nichtssagenden Story auf jeden Fall einen Schau wert.

8 / 10
Von Lennart
17. August 2019

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